Easy-peasy auf höchstem Niveau: Oder wie man das tut, was man liebt und das Meiste daraus macht.

Alexander,
30, Geschäftsführer und Sportler
"Ich wollte auch schulfrei und noch dazu konnte ich etwas machen, was mir Spaß macht!"
"Natürlich erfordert das ganze sehr viel Disziplin und auch eine gute Planung."

Bali, Mauritius, Kapstadt, Australien, …

So klingen normalerweise die Reiseziele eines Weltenbummlers und nicht eines Studenten oder normal arbeitenden Menschen. Alexander ist 29 Jahre jung, hat auf der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und arbeitet seit 3 Jahren in der Geschäftsführung einer Druckerei. Wir durften ihn einen Tag lang begleiten.

Da war der Sport …

Eigentlich habe ich alle Reisen dem Sport zu verdanken. Ich bin mit ihm groß geworden und dank ihm auch sehr viel herumgekommen:

Angefangen hat alles mit Tennis und Skifahren. Meine Eltern spieltenleidenschaftlich gerne im Sommer Tennis und im Winter ging es auf die Piste. Somit wuchs ich mehr oder weniger in der roten Sandkiste bzw. im Schnee auf. Meine andere sehr große Leidenschaft ist über die Zeit das Surfen geworden, ganz egal ob Windsurfen oder Wellenreiten, Hauptsache ein Brett ist mit im Wasser. Irgendwie war auch das wieder auf die Familie zurück zu führen, da mein Großvater eines der ersten Serienboards kaufte und die gesamte Familie zu surfen begann.

Ehrgeiz und Hobbies …

Zugegeben bin ich sehr ehrgeizig und ich gebe mich nicht damit zufrieden auf einem Niveau zu bleiben. Und wenn mir etwas richtig Spaß macht, steigere ich mich da mehr und mehr hinein. Meine Eltern hatten damals auch extra eine Schule mit Skiklub für mich ausgesucht und obwohl ich mich anfangs dagegen gestreubt habe, war es im Nachhinein eine der besten Entscheidungen doch noch Skiklubmitglied zu werden und Skirennen zu fahren.

Die Entscheidung …

Die Rennläufer des Skiklubs bekamen schulfrei (lacht). Ich wollte auch Schulfrei und noch dazu konnte ich etwas machen, was mir Spaß macht! Aus diesem Impuls heraus entwickelte sich eine Hobbyrennlaufkarriere, die mich bis zu den österreichischen Jugendmeisterschaften und internationalen Rennen brachte.

Mit Skifahren kommt man allerdings nicht nach Mauritius …

Das ist richtig. Die ganzen exotischen Orte durfte ich während und nach meinem Studium besuchen und dort surfen. Mit ca. 12 Jahren steckten mich meine Eltern in einen Windsurfkurs in unserem Sommerurlaub auf Elba. Auch da wollte ich anfangs nicht so richtig und musste ich erst überzeugt werden … Danke, dass ich „musste“! Da mein Vater ebenfalls die Liebe zu dem Sport wieder entdeckte, flogen wir von da an wieder einmal im Jahr auf Windsurfurlaub.

Mein Interesse verschob sich mehr und mehr in Richtung Windsurfen und einige kleine Knieverletzungen waren ausschlaggebend dafür, dass ich die schmalen Rennlatten gegen fette Freerider tauschte und es tatsächlich nur mehr als Hobby weiterführte. Außerdem war es auch nicht so einfach Skifahren, Surfen und die Uni unter einen Hut zu bringen.

Meine Windsurfambitionen stiegen mit meinem Level und ich hatte das Glück von einem lokalen Surfshop gefördert zu werden…

Die Uni-/Windsurfkarriere…

Meine Windsurfambitionen stiegen mit meinem Level und ich hatte das Glück von einem lokalen Surfshop gefördert zu werden und trieb mit deren Hilfe meine ersten Sponsoren auf und fuhr bei ersten Wettbewerben mit. Glücklicherweise unterstützten wiederum meine Eltern das gesamte Windsurfvorhaben, solange die Uni nicht zu sehr darunter litt und es war mir möglich meine freie Uni-Zeit windsurfend zu verbringen.

Die Organisation…

Natürlich erfordert das ganze sehr viel Disziplin und ich denke organisatorisches Geschick bei der Semesterplanung ist auch von Nöten. Ich habe immer versucht mir 1-2 ganze Uni-Tage einzuteilen, bei denen ich die meisten Unistunden abarbeiten konnte und mir die restliche Woche frei einzuteilen. Wenn dies nicht möglich war, belegte ich immer dir Früh- bzw. Abendkurse, um danach/davor flexibel zu sein.

Ein bis Zwei Tage nach der letzten Prüfung hatte ich zumeist schon einen Flug gebucht, der mich an verschiedenste Ziele brachte. Meist waren diese Trips gemeinsam mit Freunden und am Ende stand vor Ort noch ein internationaler Contest auf dem Plan bei dem wir unser Glück versuchten.

Zugegeben war ich sicher nicht der schnellste und beste Student, aber durch den Sport habe ich soviel erlebt und gesehen und voran gebracht, dass es das auf jeden Fall wert war.

Im Einklang: Beruf, Training und Ernährung…

Früher war mir Ernährung nicht besonders wichtig. Auch Krafttraining war ein notwendiges Übel, das ich lieber schwänzte. Diese Meinung habe ich in den letzten Jahren geändert. In der Jugend tut man sich wohl doch mit einigem leichter. Vor ca. 2 Jahren bin ich meiner Freundin zu Liebe zu einer Probeeinheit Crossfit mitgegangen. Mittlerweile bin ich seit fast 2 Jahren dabei. Ziemlich zeitgleich haben wir probiert auch etwas an unserer Ernährung umzustellen. Der Hauptgrund war dieses Völlegefühl nach dem Abendessen und der schlechte Schlaf darauf. Anfangs ließen wir z.B. Zucker im Kaffee weg und aßen am Abend möglichst Kohlehydrate arm.

Deine persönlichen Erkenntnisse aus Ernährungsumstellung und Krafttraining…

Durch die Umstellung auf Kohlehydrat-Armes Essen am Abend war das Völlegefühl und der schlechte Schlaf Geschichte und zudem hatte ich in der Früh keinen Heißhunger mehr. Gepaart mit dem Sport konnte ich in allen Lebensbereichen profitieren: In meinem jetzigen Beruf (Anm.: Teil der Geschäftsführung einer Druckerei), im Sport generell und was für mich besonders wichtig war in den nach wie vor durch Surfen und Skifahren geprägten Urlauben. Diese sind natürlich kürzer und spärlicher geworden, aber dank Training und Ernährung ist man gleich auf einem ganz anderen körperlich Fitness- und Wohlfühllevel.

„Am Abend war das Völlegefühl und der schlechte Schlaf Geschichte und zudem hatte ich in der Früh keinen Heißhunger mehr.“

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Bewusste Pausen sind sehr wichtig, wenn man anpackt.

Gesundes Essen und der Stellenwert von gutem Essen..

Ich liebe gutes Essen und hau gern auch einmal richtig rein. Grundsätzlich versuche ich mich von natürlichen Lebensmitteln zu ernähren und damit zu kochen, also ohne künstliche Zusatzstoffe, Kohlehydrate arm und proteinreich. Ich muss aber zugeben, dass ich es hin und wieder wirklich nötig habe und dann auch mal zu weniger gesunden Alternativen greife.

Snacken…

Ich habe bisher snacken nie so bewusst war genommen. Es ist einfach passiert: Auf der Uni hin zum Automaten einen Schokoriegel und einen Eistee rausgedrückt oder im Supermarkt wahllos in das Regal gegriffen und im nächsten Moment war schon wieder alles weg. Snacken wurde allerdings sehr schwierig, seitdem ich auf die Inhaltsstoffe schaue und versuche bewusst nur natürlich Nahrungsmittel zu essen. Es ist nicht einfach im Supermarktregal etwas Passendes zu finden bzw. gibt es keine allzu große Auswahlmöglichkeit. Trotz der ganzen Mühen zahlt es sich aus auch gesund zu snacken, man merkt den Unterschied recht schnell und eindeutig.

Interview: Stephi
Fotos: Luca

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