Die Nährwerttabelle & der Unterschied von gesunden zu ungesunden Lebensmittel

/ 18. Oktober 2017

Dank dem Artikel “Kalorienverteilung pro Mahlzeit: Wieviel ist genug?” bist du nun bestens über die Nährwertverteilung informiert und kannst deinen individuellen Tagesbedarf ermitteln. Jetzt musst du eigentlich nur noch im Jungle von Gütesiegeln, Produktbeschreibungen und Inhaltsstoffen die Nährwerttabelle ausfindig machen. Denn durch sie erkennst du schnell den Unterschied von gesunden zu ungesunden Lebensmittel.

Die Nährwerttabelle

Was sagt die eigentlich genau aus und warum finden wir sie nicht auf allen Verpackungen vor?

Seit Dezember 2016 ist eine EU Informationsverordnung in Kraft getreten, die Hersteller dazu verpflichtet, die folgenden 7 Nährwertangaben pro 100g/ 100ml in einer Tabelle in der folgenden Reihenfolge anzuführen.

– Brennwert
– Fett
– gesättigte Fettsäuren
– Kohlenhydrate
– Zucker
– Eiweiß
– Salz

Ausnahmen:

Ausgenommen von dieser Regelung sind unverarbeitete Ware, lose Produkte, Tee, Kaffee, Kräuter und Gewürze, Süßstoffe, Aromen, Lebensmittelzusatzstoffe, Hefe, Essig, Kaugummi, Mineralwasser, Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent sowie Lebensmittel, deren größte Oberfläche weniger als 25 cm2 beträgt.

Der Brennwert

Der Brennwert lässt sich in den physikalischen und den physiologischen Brennwert unterteilen. Der physikalische Brennwert gibt die Menge an Energie an, die bei einer vollständigen Verbrennung von Kohlenhydraten, Fett und Proteinen entsteht. In der Nährwertdeklaration wird jedoch der physiologische Brennwert herangezogen. Er gibt die Energiemenge an, die uns nach der Verbrennung im Körper, also nach der Verdauung, zur Verfügung steht. Es können nämlich nicht alle Nährstoffe zu 100% von unserem Körper verwertet werden. Deshalb ist dieser Wert niedriger. In der Nährwerttabelle wird uns jedoch ein Durchschnittswert präsentiert. Da jeder von uns einen individuellen Stoffwechsel hat, sollte der angegebene Brennwert nur als Richtwert dienen.

Fett und davon gesättigte Fettsäuren

Maximal sollten wir unseren Energiebedarf zu 30% über Fette decken und nur ein Drittel davon sollten gesättigte Fettsäuren sein.
Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Schmalz, Butter, Fleisch, Käse und Wurst vorhanden. Überraschenderweise jedoch auch in Kokosfett und Palmfett. Nehmen wir zu viele ungesättigte Fettsäuren auf, führt das zu einer Steigerung unseres LDL-Cholesterin Wertes, dem „schlechten“ Cholesterin. Längerfristig können erhöhte Cholesterinwerte das Risiko für koronare Herzerkrankungen deutlich steigern. Deshalb sollte man auf einen möglichst niedrigen Mengenanteil von gesättigten Fettsäuren bei Lebensmitteln achten.
Was uns verborgen bleibt, ist der Anteil an Transfettsäuren. In Österreich sind jedoch Lebensmittel mit einem künstlichen Transfettsäuregehalt von über 2% im Gesamtfettgehalt verboten. Sie dürfen weder hergestellt, noch in Verkehr gebracht werden.

Kohlenhydrate und davon Zucker

Hinter dem Begriff verbergen sich alle Kohlenhydrate, die wir verdauen können. Das heißt, Ballaststoffe sind hier ausgenommen, denn sie sind für unseren Körper unverdaulich. Zu den Kohlenhydraten zählen alle Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker. Die Einfach- und Zweifachzucker werden unter dem Zusatz “davon Zucker” noch einmal separat aufgelistet. Hier finden wir, Glukose, Fruktose, Laktose sowie Maltose und Saccharose (unseren Haushaltszucker). Was die Nährwerttabelle uns also nicht verrät, ist, ob der Zuckeranteil natürlich in dem Produkt enthalten ist oder dem Produkt zugesetzt wurde.
Werfen wir einen Blick auf die Zutatenliste, können wir zumindest feststellen, ob überhaupt Zucker zugesetzt wurde. Denn zugesetzter Zucker ist verpflichtend anzugeben. Wieviel davon jedoch zugesetzt wurde, wird uns nicht verraten.

Eiweiß

Erwachsene sollten pro Tag 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht zu sich nehmen.

Salz

Hinter dem Begriff Salz verbirgt sich unser herkömmliches Kochsalz, Natriumchlorid. Wer jetzt den Natriumgehalt wissen möchte, kann ihn ganz einfach mit folgender Formel berechnen: Natrium=Salz/2,5.

Keine Deklaration notwendig

Ballaststoffe, einfach ungesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, Stärke, mehrwertige Alkohole sowie Vitamine und Mineralstoffe können, müssen jedoch nicht extra angegeben werden.

Viel Spaß beim nächsten Supermarktbesuch. 😉

 

Quellen:
https://www.wko.at/
https://www.ages.at/
http://www.janatuerlich.at/
https://books.google.at/
https://www.gesundheit.gv.at/
https://www.dge.de/
http://www.bmgf.gv.at/

Kristina

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