Wie Stress Deine gesunde Ernährungsweise sabotiert

/ 29. September 2016
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Du ernährst Dich bewusst gesund? Dann solltest Du auch Deinen Stresspegel in Zaum halten, denn sonst ist Dein frisch zubereiteter Avocado-Mango-Shrimps Salat umsonst – das besagt eine aktuelle Studie, die im Molecular Psychiatry Journal veröffentlicht wurde: Eine gesunde Ernährungsweise kann sich unter Stress und depressiver Verstimmung nicht entfalten. Dies zeigten die gestressten Probandinnen, deren Entzündungswerte im Blut unabhängig von der Qualität der Mahlzeit anstiegen.

 

Gesunde und ungesunde Fette

 

Die Studie untersuchte 58 Probandinnen, die zuerst eine Mahlzeit mit gesättigten Fettsäuren aßen, die in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten sind und Ursache für einen erhöhten Cholesterinspiegel sowie Herzerkrankungen sein können. Zwei Wochen später aßen die Frauen eine Mahlzeit voller ungesättigter Fettsäuren, die in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die beiden Speisen waren abseits der Fettsäuren identisch (selber Kohlenhydratgehalt, Kalorien- und Eiweißgehalt).

Bevor die Untersuchungsteilnehmerinnen die Mahlzeit zu sich nahmen, mussten sie einen Fragebogen ausfüllen, der Stressfaktoren und depressive Verstimmungen testete. Vor und nach dem Essen wurden Blutproben entnommen.

 

Gesundes Essen wirkt in entspannter Atmosphäre

 

Das Ergebnis zeigt, dass wie erwartet der Entzündungswert im Blut beim Genuss der ungesunden Mahlzeit bei allen Probandinnen – ob entspannt oder gestresst – anstieg. Allerdings wiesen die Teilnehmerinnen mit einem hohen Stresslevel, die eine gesunde Speise zu sich nahmen, ebenso erhöhte Entzündungswerte auf. Zum Vergleich: Der Wert der “entspannten” Gruppe sank beim Genuss einer Mahlzeit mit ungesättigten Fettsäuren.

 

“Überraschenderweise hatte die gesunde Mahlzeit, die unter einem hohen Stresslevel gegessen wurde, den gleichen Effekt wie die Ungesunde. Stress wirkt sich offensichtlich auf den Stoffwechsel aus.” sagt Janice Kiecolt-Glaser, Professorin an der Ohio State University. Obwohl die Aussagekraft der Studie anhand der niedrigen Zahl der Probandinnen begrenzt ist, sollte laut Kiecolt-Glaser zumindest eine umfangreichere Studie zu diesem Thema angelegt werden.

 

 

Die Autorin Stephanie Fischer bloggt und textet für treats.

3 Antworten:

  1. Ich finde deinen Blog wirklich einzigartig. Ein tolles Design, das hebt sich wirklich von den unzähligen 0815 Blogs ab. Glückwunsch, zu was du erreicht hast. Mir gefällt es super!

  2. Das mit dem Stress ist so eine Sache. Auf der einen Seite weiß man ja, dass Stress schlecht ist und auf der anderen Seite empfinde ich es als so schwer, mich nicht zu stressen. Es ist viel schwerer, als die Ernährung kurz umzustellen.

  3. Der Blog ist klasse ! Danke dafür.
    Hier noch ein kleiner Satz von mir zu diesem Thema : Hütet euch vor Stress! Stress verursacht einen zu hohen Blutdruck, Heißhunger und führt in den meisten Fällen zu unkontrolliertem Essverhalten.
    Kleiner Tipp noch am Rande was mir beim reduzieren meines Gewichtes geholfen hat waren Omega 3 Fettsäuren! kleiner „geheim Tipp“ von mir :-)
    Lg Gianluca

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