Obst und Gemüse der Saison: Im November wurzelt’s

/ 18. November 2015

Wenn es draußen ungemütlich und grau wird, entfalten spezielle Obst- und Gemüsesorten ihre ganzen Kräfte. Saisonales Obst und Gemüse punkten mit dem Maximum an Nähr- und Mineralstoffen. Lese hier, welche 7 heimische Obst- und Gemüsesorten im November Hochsaison haben:

1. Die Kohlsprossen

… werden auch Rosenkohl, Sprossenkohl oder Brüsseler Kohl genannt, und haben ihre beste Zeit im November! Weshalb? Erstens mindern sich die darin enthaltenen Bitterstoffe bei kälteren Temperaturen. Sie werden dadurch süß und schmackhaft. Zweitens ist der Rosenkohl besonders reich an Vitamin C und man kann dadurch seinen erhöhten Bedarf im Winter decken. Dazu beinhalten Kohlsprossen viel Eiweiß, sättigende Ballaststoffe, B-Vitamine, Magnesium, Kalium und Phosphor. Die Schwefelverbindungen der “Glucosinolate” wirken gesundheitsfördernd und krebshemmend.

Wenn die Kohlsprossen gelbe Blätter aufweisen oder welk sind, sollte man sie nicht verwenden. Nur Unbeschadete, mit glatten Röschen, sind frisch und voller Energie. Am besten lagerst Du sie, in einem feuchten Tuch eingehüllt, im Kühlschrank.

Wichtig: Kohlsprossen sind nicht roh zu genießen! Gedünstet, gegart oder gekocht als Beilage peppen sie Dein Curry auf. Überbackene Kohlsprossen erfreuen die Freunde der Hausmannskost.

2. Karotten & Co

Außen pfui, innen hui – so könnte man das schrumpelige Wurzelgemüse beschreiben. Bei Karotten und ihren Geschwistern Pastinaken, Rote Rüben, Topinambur, Weißrüben und Sellerie wandelt sich bei Frost die Stärke zu Zucker – und deshalb schmecken sie in den Wintermonaten am Besten!

Ihr hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen übertrifft jenen von Sommergemüsen wie Spinat, Zucchini und Tomaten um ein Vielfaches. In der Wurzel der Karotten, Pastinaken und Co. liegt die Kraft, weil dort werden die Vitamine und Inhaltsstoffe hoch konzentriert gespeichert.

3. Der Vogerlsalat

Die kleinen grünen Wuckerl haben viel Eisen im Gepäck: Mit zwei mg Eisen pro 100 Gramm ist der Vogerlsalat ein verlässlicher Eisenlieferant. Dazu enthält der nussige Salat Vitamin C und Folsäure. Der Vogerlsalat wird hierzulande mit Speck oder mit Kartoffelsalat gegessen.

4. Der Kürbis

Mit dem Kürbis wird der Herbst eingeläutet. Sein Kalium, Kalzium und Eisengehalt können sich sehen lassen. Egal ob süß oder sauer – der Kürbis ist vielseitig einsetzbar und vervollständigt Dein Gulasch, Pasta-Gerichte, Woks oder Muffins mit seinem Geschmack.

Die größte Beere der Welt (ja richtig gelesen, der Kürbis gehört zu den Beerengewächsen) weist einen hohen Anteil an Antioxidantien und Betacarotin (beides sind Radikalfänger), Vitamin C (unterstützt das Immunsystem) und Vitamin A (beflügelt das Zellwachstum und versorgt die Augen) auf.

5. Die Zwiebel

Auch die Zwiebeln sind im Herbst und Winter robuster als ihre Frühlings- und Sommergenossen. Sie weisen eine dünklere Schale auf und die Nährstoffe sind aufgrund des niedrigeren Wasseranteils konzentrierter.

Die Zwiebel ist sogar Titelverteidiger der “Heilpflanze des Jahres 2015”. Rohe Zwiebeln wirken nämlich nachweislich antibakteriell und blutdrucksenkend. Auch bei Insektenstichen oder Wunden sind die scharfen Knollen ein ideales Hausmittel.

6. Der Apfel

Das Aushängerschild der Steiermark besteht 85 % aus Wasser und ist eine perfekte, kalorienarme (70 kcal pro Stück) Zwischenmahlzeit. Er besteht aus Kohlenhydraten (Frucht- und Traubenzucker) und verleiht schnell Energie.

Dazu enthalten sie Folsäure, Vitamin C, Kalium, Eisen, Magnesium und Kalzium. Der hohe Anteil an Ballaststoffen fördert die Verdauung.

Zu den Wintersorten zählen insbesondere die Sorten Jonagold, Golden Delicious, Gloster, Jonathan, Idared und Kronprinz Rudolph.

Vor allem in der österreichischen Küche ist der Apfel oft vertreten: Vom Apfelstrudel, Apfelkompott, Apfelschmarrn oder dem Apfelsaft erfreut sich dieser großer Beliebtheit.

Unser Tipp: Äpfel reifen während der Lagerung nach und sollten deshalb nicht neben anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahrt werden, weil diese sonst schneller verderben. Die Äpfel am besten in kühlen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit lagern – zum Beispiel in einem luftigen Keller.

7. Die Birnen

Die süßen Birnen werden sehr gut von säureempfindlichen Personen vertragen. Dazu enthalten sie wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C sowie Kalium, Kalzium und Magnesium.

Wie bei fast allen Früchten sitzen die Vitamine der Birne unter der Schale. Deshalb sollte die Birne als Ganzes gegessen werden. Wie beim Apfel weisen Birnen einen hohen Fruchtzuckergehalt auf, und liefern schnell natürliche Energie. Die Birnen sind hart und unreif? Lege sie einfach neben Äpfel, damit der Reifeprozess angekurbelt wird.

Kennst Du noch weiteres Obst und Gemüse der Saison, die wir nicht erwähnt haben? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

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