Die Paleo Ernährung – Back to the roots

/ 11. November 2015

Abnehmen mit Paleo, Muskelaufbau durch Paleo, gesund dank Paleo – der Trend, sich in seiner Urform zu ernähren, erfreut sich großer Beliebtheit. Bedeutet “Zurück zum Ursprung” automatisch ein besseres Wohlbefinden? Wir haben die Paleo-Diät genauer unter die Lupe genommen:

Paleo Ernährung: Was kommt auf den Teller?

Anhänger der Paleo-Diät knüpfen an die Ernährungsform der Altsteinzeit an, die 10.000 Jahre rückdatiert wird. Auf den Teller kommt also, was einst Jäger und Sammler aßen, nämlich:

  • Obst und Gemüse
  • Fleisch (vom Wild), Meeresfrüchte und Fisch
  • Samen und Nüsse
  • Eier
  • Pilze
  • Honig
  • Wasser sowie Tees aus Kräuteraufgüssen

Die Nahrungsmittel müssen biologisch angebaut sein. Tabu in der Steinzeitdiät sind hingegen verarbeitete Lebensmittel, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis, Weizenprodukte, Milchprodukte, raffinierter Zucker – also alles, was aus dem Ackerbau, der Viehzucht und der modernen Nahrungsmittelindustrie hervorgegangen ist.

Als fleischlose Alternative haben Ellen Jaffee Jones und Alan Roettinger das Buch “Paläo Vegan” herausgebracht. Kombiniert werden hier Obst, Gemüse, Pilze, Wildkräuter, Nüsse und Samen.

Paleo-Anhänger treffen Gemüse und Obst der Neuzeit

Wilde Möhren, so dünn wie ein Bleistift. Die Avocado, bestehend aus einer dicken Schale und riesen Kern mit ein bisschen Fruchtfleisch dazwischen. Oder der rekultivierter Wildapfel, den ein New York Times-Journalist kostete und so beschrieb:

“Hazard is, unfortunately, the word for it: imagine sinking your teeth into a tart potato, or a mushy Brazil nut sheathed in leather (…) , and then tasting one that starts out with high promise on the tongue — now here’s an apple! — only to veer off into a bitterness so profound that it makes the stomach rise even in recollection.”

… haben eines gemeinsam: Die wahren Zeitzeugen dämpfen die Steinzeit-Romantik etwas. Denn hätte sich das unappetitliche Obst und Gemüse aus der Frühzeit nicht weiterentwickelt, auch durch die Hand des Menschen, hätte die Paleo-Diät wohl weit weniger Anhänger gefunden.

Bewegung rückt in den Fokus

Der Mensch war in seiner Geschichte hauptsächlich damit beschäftigt, mühsam die überlebenswichtigen Kalorien aufzutreiben. Es gab nie genug Essen, es verdarb schnell, die Ernten fielen häufig aus. Man war ständig in Bewegung, um genug Nahrung zu finden. Was wir heute als Sport bezeichnen, war damals purer Überlebenskampf.

Heute ist es in der westlichen Welt genau umgekehrt: Essen gibt es in Hülle und Fülle und Sport ist eine freiwillige Freizeitbeschäftigung. Paleo-Anhänger bringen die Bewegung wieder als fixen Bestandteil in den Alltag. Die Fitness-Methode CrossFit verträgt sich sehr gut mit der eiweißreichen Paleo-Diät und viele Paleo-Anhänger sind leidenschaftliche “CrossFitter” (und umgekehrt).

Im Einklang mit den Genen?

Paleo-Anhänger nehmen an, dass unsere Gene noch nicht in der Neuzeit angekommen sind und immer noch auf “Steinzeit” programmiert sind – deshalb geben sie ihrem Körper das, was Wälder und Wiesen bieten – sowie das 2,5 Millionen Jahre der Fall war. Denn auch bei Naturvölkern seien Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Depressionen, Fettleibigkeit, Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes Typ 2 ein Fremdwort.

Kritiker der Paleo-Diät bemängeln das Konzept: Denn bei Naturvölkern stehen heutzutage sehr wohl Milch-und Getreideprodukte auf dem Ernährungsplan, wie beispielsweise Milch bei den Massai oder der Getreideanbau der mexikanischen Tarahumara. Dazu führen sie an, dass es nicht “eine” Steinzeiternährung gab, sondern diese von Ort zu Ort variierte. Auch unsere Gene hätten sich die letzten Jahrhunderte stark verändert, was unsere Ernährungsweisen mit sich gebracht haben.

Fazit: Befreie den Urmensch in Dir!

Rotbarsch auf Pfifferling-Tomaten, Kürbisauflauf mit Hühnchen und Spinat oder gebackene Rote Beete mit Fenchel – alles Dinge, die als gesund gelten. Der Paleo-Mensch im 21. Jahrhundert bewegt sich wie seine Ururururur-Ahnen auch viel in der Natur (oder beim CrossFit). Hochverarbeitete Lebensmittel und künstliche Zusatzstoffe werden – wie bei treats – verschmäht. Ach ja – Alkohol war auch noch nicht erfunden. Viel Obst, Gemüse, Fleisch vom Wild, Beeren und Nüsse, kombiniert mit Sport und Alkoholabstinenz hört sich ganz nach einer stimmigen Diät an – wie bei allen Ernährungsgewohnheiten gilt aber auch hier: Die Mischung macht’s!

Neu: Aktuell bietet Dir treats die limitierte paleo.box – jetzt im Webshop bestellen!

Die Autorin Stephanie Fischer bloggt und textet für treats.

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