Warum du Flugzeugessen meiden solltest.

/ 10. Mai 2017

 

Oft fühlen wir uns nach einem langen Flug erschöpft, unwohl und aufgebläht. Ein verdächtiger Kandidat ist das berüchtigte Flugzeugessen. Doch warum ist das so, warum haben wir während dem Flug plötzlich so große Lust auf Süßes und weshalb verändert sich unsere Geschmackswahrnehmung in luftiger Höhe?

Was mit unserer Geschmackswahrnehmung passiert

Verantwortlich dafür, was wir schmecken, sind die Geschmacksknospen auf unserer Zunge. Durch sie können wir die 5 Grundgeschmacksarten: süß, sauer, salzig, bitter und umami unterscheiden. Den größten Beitrag zum ultimativen Geschmackserlebnis liefert jedoch unser Geruchssinn. Die flüchtigen Aromastoffe gelangen beim Kauen vom Mund zu den Riechrezeptoren und verstärken die Wahrnehmung des Lebensmittels. Man spricht von der sogenannten retronasalen Wahrnehmung.

Während der Zielflughöhe herrscht im Flugzeug ein Druck, der etwa dem einer Wanderung zwischen 2.000 und 4.000 Höhenmetern entspricht. Hier wird die Luft zum Atmen knapper, der Sauerstoffgehalt im Blut und die Luftfeuchtigkeit sinken. Dadurch trocknen unsere Schleimhäute aus und die Aufnahmefähigkeit der Rezeptoren lässt nach. Infolgedessen nimmt unsere retronasale Wahrnehmung ab. So als wären wir erkältet.

Der Tomatensaft-Mythos

Während dem Flug nehmen wir den Geschmack von Kräutern, Salz und Zucker schwächer wahr. Die Intensität von Säure wird von uns als gleich stark empfunden. Aus diesem Grund schmeckt uns in luftiger Höhe auch plötzlich Tomatensaft.

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3 Gründe, weshalb du Flugzeugessen dankend ablehnen solltest

#1 hoher Salz- und Zuckergehalt

Da sich unsere Geschmackswahrnehmung in großer Höhe ändert, wird den Mahlzeiten bis zu 20% mehr Salz zugesetzt. Es soll uns ja auch schmecken. Der hohe Salzgehalt führt dazu, dass wir schneller dehydrieren und unsere Haut und Schleimhäute austrocknen. Für dich bedeutet das, dass du umso mehr Wasser trinken musst. Bei Zucker sieht das nicht anders aus. Auch hier wird bis zu 20% mehr verwendet. Dazu kommt, dass wir in luftiger Höhe durch die ständige Bewegung unseres Körpers aufgrund des Rüttelns des Flugzeuges Lust auf Süßes bekommen. Wie beim Sport verlangt unser Körper nach schneller Energie.

#2 wenig Nährstoffe

Flugzeugessen wird lange vor Abflug zubereitet und tiefgefroren. Im Flugzeug wird die fertige Mahlzeit erwärmt. Sie enthält daher weniger Nährstoffe als eine frisch gekochte Mahlzeit.

#3 viele einfache Kohlenhydrate

Die Mahlzeiten im Flugzeug enthalten hauptsächlich einfache Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index. Zum Beispiel Weißmehlprodukte. Diese lassen unseren Blutzuckerspiegel rasant ansteigen und durch die Ausschüttung von dem Hormon Insulin ebenso schnell wieder abfallen. Heißhunger ist da vorprogrammiert.

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3 Tipps, wie du nicht verhungern musst

Das allerwichtigste vorweg: be prepared! Egal, ob du dir Essen von zuhause mitnimmst oder dich am Flughafengelände nach der Sicherheitskontrolle eindeckst. Sei vorbereitet, sodass du nicht in der Not auf das herkömmliche Flugzeugessen zurückgreifen musst.

Falls du dir deine Mahlzeit zu Hause zubereitest, achte darauf, dass du die Sicherheitsbestimmungen für dein Handgepäck einhältst. Nach der Sicherheitskontrolle brauchst du dir darüber keine Gedanken mehr zu machen und kannst auch Flüssigkeiten unbedenklich kaufen.

#1 Bring dein eigenes Essen mit an Bord

Gut geeignet sind:

  • deftige Mahlzeiten wie Vollkornbrot mit Käse, Wurst, Aufstrich
  • Obst
  • Gemüse in Form von Gemüsesticks mit Dip
  • nach dem Sicherheitscheck: Sushi, Salate, …

Tipp: Auf Nachtflügen gönne deinen Verdauungsorganen zwischen 01:00 und 03:00 Uhr eine Pause.

#2 Sorge für genügend Snacks

Gut geeignet sind:

  • dunkle Schokolade
  • Nüsse und Trockenfrüchte
  • Müsliriegel
  • Energy balls

Tipp: Erstelle dir deine individuelle treats travelbox. So hast du auf Langstreckenflügen immer ausreichend Snacks dabei. 😉

# 3 Trinken

Jetzt ist er endlich da. Der Tipp, auf den du sicherlich schon gewartet hast. Nichts Neues, aber einfach unerlässlich.

Gut geeignet ist:

  • stilles Mineralwasser
  • verdünnte Säfte
  • frisch gepresste Säfte, die du nach der Sicherheitskontrolle bei Juice bars kaufen kannst.

Vermeiden solltest du:

  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • zu viel Kaffee
  • Allgemein zu wenig trinken
  • Alkohol

Weiterfrührende treats Literatur 😉

Enjoy your holidays!

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Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/
http://www.zeit.de/
http://diepresse.com/
https://ogaenics.com/
http://www.planetbackpack.de/
https://www.welt.de/

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